Hier berichten wir Euch täglich von unserer Weltumseglung!
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Freitag 02. Juli 2010
Unser Standort: LA GITANA in der Vuda Point Marina, Viti Levu, Fiji
Großes Hafenkino in der Marina, als eine große deutsche Yacht einläuft und sofort aus dem Wasser geholt wird. Da wir direkt neben dem Travellift stehen, erfährt Volker ziemlich schnell, warum die Yacht aus dem Wasser muss. Der Skipper hatte es geschafft, bei Hochwasser mitten auf ein Riff drauf zu rumpeln. Ebbe folgte und das Schiff fiel trocken, wie das Riff.
Hatten wir nicht schon mehrfach darüber berichtet wie gefährlich es ist, sich nur auf die Seekarten zu verlassen oder sogar auf Wegepunkte von anderen?! Der deutsche Skipper meinte, er hätte die elektronische Seekarte justiert, so dass es wieder stimmen sollte, hat sich aber wohl vertan. Denn er landete einen Volltreffer. Mitten aufs Riff. "What you see is what you get", also Augapfelnavigation, ist noch die sicherste Methode hier in Fiji. Und man muss die Augen hier sehr gut aufmachen!
Die deutsche Yacht hat hier noch viel Glück gehabt, dass sie zwei Ruder hat und mit der Kielbombe trockenfallen konnte ohne umzukippen. Wir wären gleich auf der Seite gelegen und die Wellen hätten sicher unseren Rumpf geschreddert. So ist die Crew auf dem Riff ein bisschen spazieren gegangen und haben Fotos geschossen, bis der "Abschleppdienst" kam und sie vom Riff runterziehen konnte. Beim Rettungsmanöver sind dann die Ruder umgeknickt und müssen jetzt schnellstens repariert werden, denn die Yacht ist Teilnehmer der ARC, die um die Welt geht. Und die startet morgen nach Vanuatu.
Na, wer so ein großes Segelboot fährt, hat sicher genug Geld, eine schnelle, aber teure Reparatur zahlen zu können. Bzw. ist bestimmt gut versichert. Am Abend hören wir von einem anderen deutschen Schiff (ja, jetzt sind wir zu dritt in der Marina!), dass sie die Yacht in Tahiti schon trafen, als der Skipper kurz vorher schon einmal ein Riff gerammt hatte. Ob das sein Hobby ist?
Bild des Tages:
Wie aufgebockt sitzt die deutsche Yacht mitten auf dem Riff und muss auf Hochwasser warten bis sie geborgen werden kann. Mann, hatten die ein Glück! Das Foto hat uns freundlicherweise der "Abschleppdienst" zur Verfügung gestellt.
